Landeskoordination campus:grün NRW

6. Mai 2012
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Forderungskatalog der grünen Hochschulgruppen in NRW an das Hochschulrecht

Finanzierung der Hochschulen

  • Hochschulen müssen aus Landesmitteln ausfinanziert werden; die Grundfinanzierung der Lehre richtet sich zumindest nach der 1,5 fachen Regelstudienzeit
  • Ausschluss der Beteiligung Studierender an der Finanzierung der Hochschule über (Langzeit-) Studiengebühren oder andere vor- oder nachgelagerte Gebührenmodelle
  • Vollständige Offenlegung von Drittmittelzugängen und Ablehnung der Entwicklung der Hochschulen zu wirtschaftlich orientierten Unternehmen

Hochschulrat – Kompetenz der Hochschule

  • Abschaffung des Hochschulrates und Rückführung der Kompetenzen in den Senat

Partizipation, Leitbild und Transparenz – Demokratische Hochschule

  • Viertelparitätische Besetzung aller akademischer Gremien durch die Statusgruppen (Professor*innen, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, nichtwissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Studierende)
  • Offene Diskussion über das Leitbild der jeweiligen Hochschule unter Beteiligung aller Gremien; Ausrichtung dessen an guter Bildung, attraktiver Lehre und nachhaltiger Forschung
  • (Hochschul-) öffentliche Tagungen aller Gremien (mit Ausnahme von Personalangelegenheiten), rechtzeitige Bekanntgabe von Sitzungsterminen sowie Veröffentlichung von Protokollen
  • Unbeschränkter und kostenfreier Zugang sämtlicher hochschuleigener Forschungsergebnisse (Open Access )

Bologna-Reform

  • Eingestehen der Fehler bei der Bologna-Reform und Umsetzung der dringend notwendigen Änderungen
  • Rückkehr zu einem Studium mit einem individuellen Studienverlauf und flexibler Studienzeitplanung, das die Studierbarkeit der Studiengänge durch angemessene Stofffülle und Prüfungsdichte sowie einem Mobilitätsfenster ermöglicht
  • Wir fordern eine Verwirklichung der tatsächlichen Studierbarkeit des Studiums innerhalb einer Regelstudienzeit, durch Aufgabe der starren Modularisierung (Überstrukturiertheit) von Studiengängen zugunsten eines verpflichtenden Anteils flexibel wählbarer, allgemeiner Studien
  • Ökonomische Faktoren, wie z.B. Bafög dürfen nicht an die Regelstudienzeit gebunden werden

Studienplätze / Studienbedingungen / Zugangsvoraussetzungen / Fächervielfalt / Arbeitsbedingungen und Hochschulkarriere

  • Erhalt der Fächervielfalt und offensive Unterstützung der kleinen Fächer
  • Sicherstellung ausreichender Studienplätze vor allem in den Fächern bei denen ein Mangel an Studienplätzen besteht (Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher und politischer Ereignisse, wie z.B. den doppelten Abiturjahrgängen)
  • Studienplatzvergabe nach transparenten und egalitären Prinzipien, d.h. insbesondere Ausschluss jeglicher Zurückhaltung von Studienplätzen und Überdenken des Numerus Clausus als Ausschlag gebendes Kriterium zur Vergabe von Studienplätzen
  • Verankerung einer Garantie auf einen Masterplatz für Bachelor-Absolvent*innen im Hochschulgesetz ohne Beschränkung eines Numerus Clausus und ohne Inkaufnahme von Wartezeiten
  • Abschaffung der Anwesenheitspflicht an Hochschulen
  • Anerkennung der Gleichwertigkeit anstatt der Gleichheit erworbener Studienleistungen bei einem Hochschulwechsel innerhalb des Bachelor-/Master-Systems
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die in Hochschulen tätigen Personen unter Berücksichtigung des finanziellen Mehrbedarfs (Tarif); studentische Personalvertretung, keine prekäre Beschäftigung studentischer und wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen

Geschlechtergerechte Hochschule

  • Erhöhung des Frauenanteils zur gleichberechtigten Teilhabe durch eine Frauenquote nach dem Kaskadenmodell
  • Implementierung einer Steuerungsgruppe „Gleichstellung“ auf Rektoratsebene mit Vertreter*innen aus den Fachbereichen / Fakultäten
  • Nachhaltige Kontrolle der Zielvorgaben in Verantwortung der Fakultäten, nicht nur der Gleichstellungsbeauftragten
  • Finanzielle Gewährleistung einer Vollzeitstelle für Gleichstellung an jeder Hochschule und Schaffung einer studentischen Stelle ausschließlich für die studentischen Belange der Gleichstellung

Internationalität und Diversity – Diskriminierungsfreie Hochschule

  • • Diskriminierungen von Menschen muss auf allen Ebenen entgegen gewirkt werden
  • Keine Zugangsbarrieren an Hochschulen von Menschen insbesondere aufgrund einer Behinderung, des Glaubens, Geschlechts, Lebensalters, der Nationalität oder ihrer Sexualität; Unterstützung des „Aktionsplans für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ der Landesregierung
  • Vollzeitstelle auf Rektoratsebene zur Sicherstellung der Bedürfnisse behinderter und chronisch kranker Menschen und verstärkte Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Einführung verpflichtender Schulungen, sowie Erweiterung von Fremdsprachenkenntnissen für die Beschäftigten des Studierendensekretariats und regelmäßige Evaluation dieser Stellen

Lehrer*innenausbildung

  • Stärkung des Stellenwerts der Lehrer*innenausbildung im Hochschulgesetz und Garantie eines berufsqualifizierenden Abschlusses (Master of Education) ohne Wartezeit und an derselben Hochschule für alle Studierende mit einem ersten Bachelor Abschluss
  • Stärkere Gewichtung der (Fach-) Didaktik und Erziehungspädagogik in der Lehrer*innenausbildung und angemessene und gesetzlich festgeschriebene Entlohnung des Praxissemesters
  • Gemeinsames lebenslanges Lernen und Inklusion müssen feste Bestandteile der Ausbildung werden

Familiengerechte Hochschule

  • Flächendeckender Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten und Einführung von Familienbüros an jeder Hochschule, sowie vorrangige Berücksichtigung Studierender mit Kindern bei der Zulassung für zahlenmäßig beschränkte Lehrveranstaltungen und Einführung eines Teilzeitstudiums
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30. Januar 2012
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Manipulationen und Rausschmiss – ein Wahlkrimi aus Duisburg-Essen

Vom 21. – 25. November 2011 war die Studierendenschaft der Universität Duisburg-Essen zu Parlamentswahlen aufgerufen. Die Landeskoordination Campus:Grün NRW zeigt sich sehr besorgt, dass ein halbes Jahr nach dem regulären Wahltermin vom 12.-16.7.2012 immer noch kein neues Studierendenparlament im Amt ist. Während die meisten verfassten Studierendenschaften in NRW wertvolle Arbeit leisten, schadet der AStA der Uni Duisburg-Essen dem allgemeinen Ansehen studentischen Engagements. Gewissenlose AStA-Mitglieder, verantwortungsloses Handeln und bewusste Wahlmanipulationen sind kein Kavaliersdelikt. Für die Mitglieder der Landeskoordination ist ganz klar, dass es generell nicht Aufgabe eines AStA ist, eigenmächtig zu entscheiden, ob eine Wahl Gültigkeit besitzt und wann diese stattfinden soll. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir, dass der AStA-Vorsitzende Jens Eißmann mittlerweile zurück getreten ist. Weiterlesen →

münster

4. Januar 2012
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CampusGrün Münster: Von der Neugründung zur stärksten Liste in zwei Jahren

Im StuPa der WWU Münster ist die stärkste Liste GRÜN (29,5%)! Wir haben uns als CampusGrün vor gut zwei Jahren neu gegründet. Nach 5 und 9 Sitzen in den bisherigen Legislaturen stellen wir jetzt im 31 Sitze großen StuPa mit 10 Sitzen die stärkste Fraktion.

Das A und O im diesjährigen Wahlkampf war das Engagement unserer Mitglieder beim Flyern. Dabei versuchten wir, durchgängig freundlich, offen, aber auch zurückhaltend aufzutreten. Überaus hilfreich waren kleine Geschenke (z.B. faire Bio-Schokoriegel), die wir verteilten, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, unsere Flyer loszuwerden und bestenfalls mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Möglich war dies nicht zuletzt durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Münsteraner Grünen.

Was uns zudem von anderen Listen unterschieden hat, war unser Fokus auf Themen: Jede*r Kopfplakat-Kandidat*in hatte für das Plakat eine Forderung aus unserem Wahlprogramm gewählt.
Letztlich entscheidend für unseren Erfolg war aber das Engagement der Gruppe – nicht zuletzt der Neueinsteiger*innen, die wir durch regelmäßige Neueinsteiger*innentreffen für unsere Arbeit begeistern. Schwerpunkte unserer Arbeit werden im nächsten Jahr u.a. auf verstärkter Nutzung von Fair-Trade-Produkten nicht nur in der Mensa, der unhaltbaren Situation auf dem Münsteraner Wohnungsmarkt und der Neugestaltung der elektronischen Prüfungsverwaltung QISPOS liegen.

20. August 2011
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Stellungnahme zur Novelle des Hochschulgesetzes

Stellungnahme der Landeskoordination campus:grün NRW zur Novelle des Hochschulgesetzes in Nordrhein-Westfalen.

Im Namen der grünen Hochschulgruppen aus Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Hagen, Köln und Münster (August 2011)

Die Stellungnahme zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts gliedert sich anhand der zentralen Fragen des offenen Dialogprozesses in folgende Themenpunkte:

Aufgabe, Rolle und Entwicklungsperspektiven der Hochschulen

Wir als grüne Hochschulgruppen sehen die Rolle der Hochschulen als Teil der Gesellschaft. Lehre und Forschung müssen dabei gleichberechtigte Aufgaben einer Hochschule sein. Hochschulen dürfen nicht losgelöst von der Gesellschaft stehen und sind dazu verpflichtet, gesellschaftliche Verantwortung zu tragen. Die Öffnung der Hochschule zur Gesellschaft muss durch Vernetzung, Dialog und das Aufgreifen aktueller und nachhaltiger Frage- und Problemstellungen geschehen. Weiterlesen →

21. Juli 2011
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Gründung Landeskoordination campus:grün NRW

Insgesamt neun grüne Hochschulgruppen haben sich zur Landeskoordination campus:grün NRW zusammengeschlossen. Die enge Vernetzung soll gemeinsame Aktionen und Stellungnahmen ermöglichen.
“Viele Problemfelder und Entwicklungen im Zuge des Bologna-Prozesses und des Hochschulfreiheitsgesetzes verlaufen in den Hochschulen analog, der gegenseitige Austausch von Ideen und Ansatzpunkten kann da nur positiv wirken”, sagt Ann-Kathrin Jeske von Campus Grün Münster, die Ansprechpartnerin der Landeskoordination.

Anfang Juni fand in Münster die Gründungsversammlung der Landeskoordination der grünen Hochschulgruppen NRW statt. Insgesamt zehn delegierte Studierende diskutierten Grundsätze und Leitlinien einer Koordination und stellten die verabschiedete Satzung der Landeskoordination campus:grün NRW vier Wochen lang allen grünen Hochschulgruppen in NRW zur Abstimmung. Endgültige Gründungsmitglieder sind Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Hagen, Köln und Münster. Weiterlesen →